Ashwagandha und Schlaf: Hilft die Schlafbeere?

Eine geöffnete Kapsel, aus der ein braunes Pulver herausfällt, auf einem weißen Hintergrund. Dieses Bild zeigt die natürliche Herkunft und die Verarbeitungsform von Ashwagandha-Pulver.
Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel sind nur für Bildungszwecke gedacht und sollen keine professionelle medizinische Beratung ersetzen. Wenden Sie sich immer an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, bevor Sie neue Behandlungen ausprobieren.

Zusammenfassung

  • Ashwagandha (Schlafbeere) wird traditionell als Adaptogen eingesetzt und soll Stress abbauen sowie den Schlaf verbessern.
  • Studien zeigen positive Effekte auf Cortisolspiegel, Schlafqualität, Angstzustände, Immunsystem und kognitive Funktionen.
  • Es gibt Hinweise auf Vorteile bei Fruchtbarkeit und chronischen Erkrankungen (z. B. Arthritis, Diabetes), jedoch fehlen grosse Langzeitstudien.
  • Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Kopfschmerzen oder selten Leberschäden; Vorsicht bei Schwangerschaft, Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen.
  • Die Evidenzlage ist vielversprechend, aber nicht abschliessend: die Einnahme sollte ärztlich begleitet erfolgen.

Ashwagandha (Withania somnifera), auch bekannt als Schlafbeere, Indischer Ginseng oder Winterkirsche, ist eine der bekanntesten Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin. Seit Jahrhunderten wird sie in Indien und anderen Teilen Asiens verwendet, um Körper und Geist zu stärken. Diese bemerkenswerte Pflanze hat in den letzten Jahren weltweit an Popularität gewonnen, insbesondere als Nahrungsergänzungsmittel, das zur Förderung von Wohlbefinden und Vitalität beiträgt (1). Ein Grund für die zunehmende Beliebtheit ist die vielseitige Ashwagandha Wirkung, die sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene positiv erlebt wird. Sie wird oft zur Reduzierung von Stress, Verbesserung des Schlafs, Stärkung des Immunsystems und Unterstützung der allgemeinen Gesundheit eingenommen. Ihre vielseitige Wirkung wird auf die enthaltenen bioaktiven Substanzen zurückgeführt, die als adaptogen wirken sollen – das bedeutet, dass sie die Fähigkeit des Körpers verbessern, sich an Stress anzupassen und die innere Balance zu fördern. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Ashwagandha entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzt, die das allgemeine Wohlbefinden weiter stärken könnten. Trotzdem bleiben viele Fragen zur genauen Wirksamkeit, möglichen Nebenwirkungen und langfristigen Sicherheit offen, was weitere wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich macht. Die zunehmende Beliebtheit der Schlafbeere unterstreicht jedoch ihr Potenzial als natürlicher Helfer für verschiedene Aspekte der Gesundheit (2).

Patientenerfahrung

«Ich habe Ashwagandha ausprobiert, weil ich seit Monaten unter stressbedingten Schlafstörungen litt. Nach einigen Wochen merkte ich, dass ich schneller einschlafen konnte und mich am Morgen erholter fühlte. Ganz ohne Nebenwirkungen war es aber nicht – anfangs hatte ich leichte Kopfschmerzen. Trotzdem war es für mich eine spürbare Hilfe.» – Erfahrungsbericht einer Patientin aus der Schweiz

Herkunft und Inhaltsstoffe von Ashwagandha

Ashwagandha ist ein Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und gedeiht in trockenen Regionen Asiens und Afrikas. Die Pflanze ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der ayurvedischen Medizin und wird wegen ihrer vielseitigen Wirkstoffe geschätzt. Besonders die Wurzeln, aber auch die Blätter, enthalten zahlreiche bioaktive Substanzen, darunter:

  • Withanolide: Diese Hauptwirkstoffe verleihen der Pflanze ihre adaptogenen Eigenschaften, die den Körper bei der Stressbewältigung unterstützen sollen (1).
  • Alkaloide: Sie wirken beruhigend, entzündungshemmend und tragen zur Schmerzlinderung bei (1).
  • Flavonoide: Als starke Antioxidantien schützen sie die Zellen vor schädlichem oxidativem Stress und unterstützen die Regeneration (2).

Darüber hinaus enthalten die Pflanzenteile sekundäre Pflanzenstoffe, die immunmodulierende und neuroprotektive Effekte haben können. Die Konzentration dieser Substanzen variiert stark, abhängig von Faktoren wie Anbaugebiet, Klima, Bodenbeschaffenheit, dem geernteten Pflanzenteil und der angewandten Extraktionsmethode. Dies macht die Standardisierung von Ashwagandha-Produkten zu einer Herausforderung für Hersteller, da die exakte Zusammensetzung der Wirkstoffe nicht immer konsistent ist (2).

Die steigende Nachfrage nach Ashwagandha führt auch zu vermehrten wissenschaftlichen Untersuchungen. Es wird untersucht, wie unterschiedliche Anbau- und Extraktionsmethoden die Qualität und Wirksamkeit der Produkte beeinflussen können. Besonders in der modernen Forschung wird versucht, durch standardisierte Extrakte die optimale Konzentration von Withanoliden zu gewährleisten, um eine zuverlässige Wirkung zu erzielen (2).

Traditionelle und moderne Anwendungen

Grafik in Pflanzenform zeigt sechs Vorteile von Ashwagandha: Stressabbau, Schlafverbesserung, Immunsystem-Stärkung, kognitive Unterstützung, positive Wirkung auf Fruchtbarkeit und mögliche Hilfe bei chronischen Erkrankungen.

Viele Menschen fragen sich: Was macht Ashwagandha eigentlich genau im Körper? Die Antwort ist komplex, denn die Pflanze entfaltet ihre Wirkung auf mehreren Ebenen – sie beeinflusst hormonelle Prozesse, das Immunsystem sowie die Stressverarbeitung und kann damit ganzheitlich zur Gesundheitsförderung beitragen.

1. Stressreduktion und Schlafverbesserung

Ashwagandha wird traditionell als Adaptogen eingesetzt, um die Stressresistenz zu erhöhen. Studien zeigen, dass regelmäßige Einnahme von Ashwagandha:

  • Den Cortisolspiegel um bis zu 30 % senken kann (3).
  • Schlafqualität verbessert, insbesondere bei Menschen mit chronischem Stress (3).
  • Angstzustände lindert, vergleichbar mit gängigen Medikamenten wie Lorazepam (3).

Die Wirkung auf den Schlaf wird auch durch die Förderung der GABA-Aktivität im Gehirn erklärt. GABA ist ein Neurotransmitter, der für die Beruhigung des Nervensystems verantwortlich ist. Dadurch kann Ashwagandha helfen, schneller einzuschlafen und die Tiefschlafphasen zu verlängern, was langfristig zu einer besseren Regeneration führt. Diese Effekte machen Ashwagandha besonders interessant für Personen, die unter stressbedingten Schlafstörungen leiden (1).

2. Unterstützung der kognitiven Funktion

Die Schlafbeere wird in der ayurvedischen Medizin zur Förderung von Konzentration und Gedächtnisleistung eingesetzt. Studien deuten darauf hin, dass Ashwagandha die Verarbeitungsgeschwindigkeit und die Aufmerksamkeit verbessern kann, insbesondere bei älteren Erwachsenen. Zusätzlich könnte es neuroprotektive Eigenschaften haben, die das Gehirn vor oxidativem Stress und altersbedingtem Abbau schützen. Erste Untersuchungen legen nahe, dass regelmäßige Einnahme von Ashwagandha das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer reduzieren könnte. Weiterhin zeigt sich ein positiver Einfluss auf die mentale Klarheit und Kreativität, was besonders in stressigen Alltagssituationen von Vorteil sein kann (1).

3. Stärkung des Immunsystems

Ashwagandha hat immunmodulierende Eigenschaften und kann die Infektanfälligkeit reduzieren. Es wird auch zur Bekämpfung bestimmter Infektionen und zur Unterstützung der Genesung eingesetzt. Die Pflanze fördert die Produktion von weißen Blutkörperchen, die eine Schlüsselrolle bei der Abwehr von Krankheitserregern spielen. Darüber hinaus zeigen Studien, dass Ashwagandha entzündungshemmend wirkt, was bei chronischen Erkrankungen wie Arthritis von Vorteil sein könnte. Es wird vermutet, dass die enthaltenen Withanolide die Freisetzung pro-inflammatorischer Zytokine hemmen und so die Immunantwort regulieren können (2).

4. Positive Effekte auf die Fruchtbarkeit

Forschungen zeigen, dass Ashwagandha die Spermienzahl und -beweglichkeit bei Männern verbessern sowie den Hormonhaushalt regulieren kann. Es kann den Testosteronspiegel erhöhen und somit zur Verbesserung der sexuellen Gesundheit beitragen. Bei Frauen könnte die Pflanze helfen, hormonelle Ungleichgewichte auszugleichen und die Fruchtbarkeit zu fördern. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass Ashwagandha auch die Eizellqualität verbessern könnte, was für Frauen mit Kinderwunsch von Interesse sein könnte. Zudem könnte die adaptogene Wirkung der Pflanze stressbedingte Einflüsse auf die Fortpflanzungsfähigkeit reduzieren (2).

5. Mögliche Wirkung bei chronischen Erkrankungen

Ashwagandha wird auf potenzielle Vorteile bei Diabetes, Arthritis und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend, jedoch noch nicht ausreichend belegt. Beispielsweise zeigt sich, dass die Pflanze helfen könnte, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und die Insulinsensitivität zu erhöhen. Gleichzeitig könnten die entzündungshemmenden Eigenschaften von Ashwagandha dazu beitragen, Gelenkschmerzen und Steifheit bei Arthritis zu lindern. Langfristige Studien fehlen jedoch, um diese Effekte eindeutig zu bestätigen. Im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen wird Ashwagandha untersucht, um das Fortschreiten von Symptomen zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern (2).

Expertenmeinung

Dr. med. Jens Westphal, Praktischer Arzt (FMH):
«Ashwagandha kann in bestimmten Situationen eine sinnvolle Ergänzung sein, insbesondere bei stressbedingten Schlafproblemen. Allerdings ist die Studienlage noch begrenzt, weshalb ich eine individuelle ärztliche Beratung empfehle, um Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit Medikamenten zu vermeiden.»

Nebenwirkungen und Risiken

Illustration mit vier häufigen und seltenen Nebenwirkungen von Ashwagandha: Halluzinationen, Leberschäden, Benommenheit und Übelkeit – visuell als vierteilige Aufteilung mit Icons dargestellt.

Obwohl Ashwagandha als natürlich gilt, können Nebenwirkungen auftreten, insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung oder Überdosierung. Dabei ist zu beachten, dass die Verträglichkeit individuell stark variieren kann:

  • Häufige Nebenwirkungen: Zu den häufigeren Beschwerden zählen Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen und Benommenheit. Diese treten meist bei erstmaliger Einnahme oder einer zu hohen Dosierung auf und verschwinden oft nach Anpassung der Dosis (3).
  • Seltene Nebenwirkungen: Weniger häufig, aber dennoch möglich sind schwerwiegendere Probleme wie Leberschäden, Schilddrüsenüberfunktion und in extremen Fällen sogar Halluzinationen. Berichte über Ashwagandha Leberschäden haben in den letzten Jahren zugenommen, insbesondere bei unsachgemässer Dosierung oder gleichzeitigem Alkoholkonsum. Solche Reaktionen sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden (3).
  • Wechselwirkungen: Ashwagandha kann die Wirkung verschiedener Medikamente beeinflussen, darunter Beruhigungsmittel, Schilddrüsenhormone, Blutzuckersenker und Immunsuppressiva. Eine Konsultation mit einem Arzt oder Apotheker ist daher ratsam, insbesondere bei bestehender Medikation (3).
  • Risiken in der Schwangerschaft: Aufgrund der potenziell abtreibenden Eigenschaften von Ashwagandha wird dringend davon abgeraten, die Pflanze während der Schwangerschaft oder Stillzeit einzunehmen. Hier sollte keinerlei Experimentieren stattfinden (3).

Zudem gibt es spezifische Risikogruppen, die besondere Vorsicht walten lassen sollten:

  • Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen könnten durch die Einnahme von Ashwagandha zusätzlichen Schaden erleiden.
  • Bei Schilddrüsenproblemen ist besondere Wachsamkeit geboten, da Ashwagandha sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion verstärken kann.
  • Personen mit Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder Rheuma sollten ebenfalls vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen, da die immunmodulierenden Eigenschaften der Pflanze möglicherweise kontraproduktiv wirken könnten.

Es ist wichtig, die Einnahme schrittweise zu beginnen und die Reaktion des Körpers genau zu beobachten. Sollte es zu unerwünschten Wirkungen kommen, ist eine sofortige Unterbrechung der Einnahme und die Rücksprache mit einem Arzt erforderlich. Dies gilt insbesondere für Personen mit bereits bekannten gesundheitlichen Einschränkungen.

Safety-Tipp

  • Beginne mit niedriger Dosierung (z. B. 300 mg Extrakt) und beobachte die Verträglichkeit.
  • Keine Einnahme während Schwangerschaft oder Stillzeit.
  • Bei Schilddrüsen- oder Lebererkrankungen unbedingt ärztliche Rücksprache halten.
  • Standardisierte Präparate (z. B. mit 5 % Withanoliden) bevorzugen.

Wissenschaftliche Kontroversen

Die behaupteten Wirkungen von Ashwagandha basieren oft auf kleinen Studien, die häufig in Indien durchgeführt wurden. Internationale Wissenschaftler fordern größere, unabhängige Studien, um:

  • Den Nutzen bei spezifischen Erkrankungen zu bestätigen und die potenziellen Vorteile für breitere Bevölkerungsgruppen, einschließlich in der Schweiz, zu analysieren (1).
  • Langzeitrisiken zu bewerten, insbesondere in Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (2).
  • Sichere Dosierungsempfehlungen festzulegen, die sowohl für die allgemeine Bevölkerung als auch für spezifische Gruppen wie ältere Menschen oder Schwangere geeignet sind (3).

Die Plattform sleeplab.ch betont ebenfalls die Bedeutung wissenschaftlich fundierter Empfehlungen, insbesondere bei pflanzlichen Präparaten, um deren Nutzen und Sicherheit umfassend zu gewährleisten.

Ein goldener Löffel neben einer Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln, darunter Kapseln, Pulver und Tabletten, auf einem grünen Hintergrund. Das Bild symbolisiert die Vielfalt von Ashwagandha-Darreichungsformen.

Empfehlungen zur Anwendung

Wenn Sie Ashwagandha ausprobieren möchten, beachten Sie folgende Hinweise:

  • Dosierung: Häufig empfohlene Dosierungen liegen bei 300-600 mg Extrakt pro Tag. Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und steigern Sie diese langsam. Beachten Sie dabei, dass die individuell passende Menge auch von Ihrem Körpergewicht und Ihrer allgemeinen Konstitution abhängt (1).
  • Einnahmezeitpunkt: Für Stressreduktion morgens und abends einnehmen. Zur Schlafverbesserung vorzugsweise am Abend, idealerweise etwa eine Stunde vor dem Zubettgehen. Dadurch können sich die beruhigenden Eigenschaften optimal entfalten (1).
  • Qualität: Wählen Sie standardisierte Extrakte aus biologischem Anbau mit einem Withanolidgehalt von mindestens 5 %. Eine Zertifizierung nach internationalen Standards wie GMP (Good Manufacturing Practice) kann zusätzliche Sicherheit bieten (3).
  • Dauer: Die Wirkung tritt oft erst nach mehrwöchiger Einnahme ein. Langzeitstudien fehlen, daher sollten regelmäßige Einnahmepausen eingeplant werden. Eine übliche Praxis ist beispielsweise eine zweiwöchige Pause nach zwei Monaten durchgehender Einnahme, um mögliche Gewöhnungseffekte zu vermeiden (3).

Wann zum Arzt?

Eine ärztliche Abklärung ist notwendig, wenn:

  • schwere Nebenwirkungen wie starke Übelkeit, Gelbsucht oder Halluzinationen auftreten,
  • du bestehende chronische Erkrankungen (z. B. Leber, Schilddrüse, Autoimmunerkrankungen) hast,
  • du Medikamente einnimmst, die mit Ashwagandha wechselwirken können (z. B. Beruhigungsmittel, Schilddrüsenhormone, Immunsuppressiva),
  • du schwanger bist oder stillst: hier sollte Ashwagandha grundsätzlich vermieden werden.

Fazit

Ashwagandha bietet ein bemerkenswertes Potenzial für die Stressbewältigung, die Förderung eines erholsamen Schlafs und die Stärkung der körperlichen und geistigen Gesundheit. Die vielseitigen Anwendungen der Schlafbeere, gepaart mit ihrer adaptogenen Wirkung, machen sie zu einer attraktiven Ergänzung in der Naturheilkunde. Dennoch sollten mögliche Nebenwirkungen und individuelle Reaktionen nicht außer Acht gelassen werden. Eine informierte und achtsame Anwendung, idealerweise in Absprache mit einem Arzt oder einem qualifizierten Therapeuten, ist entscheidend, um von den Vorteilen zu profitieren und gleichzeitig Risiken zu minimieren. Ashwagandha könnte besonders in der Schweiz durch die zunehmende Nachfrage nach natürlichen Alternativen an Bedeutung gewinnen. Die Plattform sleeplab.ch empfiehlt, auf wissenschaftlich fundierte Produkte zu setzen und die Einnahme regelmäßig zu überprüfen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Häufige Fragen zur Ashwagandha Wirkung

 Was bringt Ashwagandha wirklich?

Ashwagandha wird in Studien als Adaptogen beschrieben. Es kann helfen, Stress zu reduzieren, den Cortisolspiegel zu senken, die Schlafqualität zu verbessern und Angstzustände zu lindern. Zudem gibt es Hinweise auf positive Effekte bei kognitiver Leistung und Muskelkraft. Die Evidenzlage ist vielversprechend, aber nicht endgültig gesichert (4).

Wie lange dauert es bis Ashwagandha anfängt zu wirken?

Die Wirkung tritt in der Regel nicht sofort ein. Studien zeigen, dass Effekte wie Stressreduktion oder bessere Schlafqualität meist nach 6–8 Wochen regelmässiger Einnahme sichtbar werden. Einzelne Personen berichten aber auch früher über eine Wirkung (5).

Warum sollte man Ashwagandha nicht einnehmen?

Ashwagandha ist nicht für alle geeignet. Personen mit Schilddrüsenerkrankungen, Leberproblemen, Autoimmunerkrankungen oder schwangere/stillende Frauen sollten es vermeiden. Es gibt Berichte über Leberschäden im Zusammenhang mit Ashwagandha, vor allem bei hochdosierter oder unsachgemässer Anwendung (6).

Kann Ashwagandha Schmerzen lindern?

Ashwagandha besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Schmerze, etwa bei Arthritis, hilfreich sein können. Studien zeigen eine Verringerung von Schmerzen und Gelenksteifigkeit bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen (7).

Wie merke ich, dass Ashwagandha wirkt?

Mögliche Anzeichen einer Wirkung sind verbesserter Schlaf, geringere Nervosität, erhöhte Stressresistenz sowie mehr Energie im Alltag. Die Effekte sind meist subtil und bauen sich über Wochen auf (4).

Was macht Ashwagandha mit Muskeln?

Ashwagandha kann Muskelkraft und Muskelmasse fördern. In Studien an gesunden Erwachsenen wurde ein signifikanter Zuwachs an Kraft und Muskelvolumen beobachtet, wenn Ashwagandha mit Krafttraining kombiniert wurde (8).

Soll man jeden Tag Ashwagandha nehmen?

Viele Studien untersuchten eine tägliche Einnahme über mehrere Wochen. Meist wurden Dosierungen von 300–600 mg Extrakt pro Tag genutzt. Allerdings fehlen Langzeitdaten. Eine tägliche Einnahme ist möglich, sollte aber ärztlich begleitet werden, besonders bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme (5).

Redaktionelle Qualität bei SleepLab:
Alle Inhalte auf sleeplab.ch folgen strengen Redaktionsrichtlinien, die auf wissenschaftlicher Evidenz, Patientensicherheit und Nachvollziehbarkeit beruhen. Unsere medizinischen Inhalte werden zusätzlich von erfahrenen Ärzten aus der Schweiz wie Dr. med. Jens Westphal oder Almedina Berisha geprüft.

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Über den Autor

Dr. med. J. Westphal ist Facharzt & Praktischer Arzt (FMH) mit langjähriger Erfahrung in der ambulanten Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen in der Schweiz. Sein Fokus liegt auf modernen, wohnortnahen Behandlungskonzepten, die den Alltag der Patientinnen und Patienten berücksichtigen. Bei SleepLab begleitet er Menschen auf dem Weg zu besserem Schlaf – wissenschaftlich fundiert, empathisch und individuell.

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